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Glossar · Währungen & Rohstoffe

Was sind Rohstoffe? Einfach erklärt.

Rohstoffe verständlich erklärt: Was Öl, Gold & Co. sind, wie sie gehandelt werden und warum sie in kein Portfolio fehlen sollten.

Rohstoffe gehören zu den ältesten Handelsgütern der Welt, und trotzdem tauchen sie in vielen Gesprächen in meinen Webinaren immer wieder als großes Fragezeichen auf. Dabei ist das Konzept gar nicht so komplex, wie es auf den ersten Blick wirkt. Wer versteht, wie physische Güter wie Öl, Gold oder Weizen an den Märkten gehandelt werden, öffnet sich eine völlig neue Dimension beim Investieren.

Das steckt dahinter

Rohstoffe, auf Englisch Commodities, sind physische Güter, die in der Natur vorkommen oder landwirtschaftlich erzeugt werden. Man unterscheidet grob zwischen zwei Kategorien: Auf der einen Seite stehen Energierohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle. Auf der anderen Seite gibt es Metalle wie Gold, Silber und Kupfer sowie Agrarrohstoffe wie Weizen, Mais oder Kaffee.

Gehandelt werden diese Güter an spezialisierten Terminbörsen, zum Beispiel der Chicago Mercantile Exchange (CME) oder der London Metal Exchange (LME). Dabei kommen häufig sogenannte Futures zum Einsatz, Terminkontrakte, bei denen du heute einen Preis für eine zukünftige Lieferung festlegst. Als privater Investor musst du natürlich keine Ölfässer in die Garage stellen. Du handelst den Preis, nicht das physische Gut selbst, zum Beispiel über ETFs, CFDs oder entsprechende Fonds.

Ein wichtiger Aspekt: Rohstoffe entwickeln sich oft unabhängig von Aktien und Anleihen. Das macht sie zu einem wertvollen Baustein zur Streuung deines Portfolios. Außerdem gelten sie seit Jahrzehnten als eine Art Schutzschild gegen Inflation, dazu gleich mehr.

Ein konkretes Beispiel

Erinnere dich an das Jahr 2022: Als die Inflation in Europa und den USA auf Mehrjahrzehnthochs kletterte, stiegen gleichzeitig die Preise für Energie und Lebensmittel massiv an. Der Rohölpreis (Brent Crude) kletterte zeitweise auf über 130 US-Dollar pro Barrel, den höchsten Stand seit 2008. Wer zu diesem Zeitpunkt bereits in Energierohstoffe investiert war, konnte von dieser Entwicklung profitieren, während Aktienportfolios gleichzeitig deutlich unter Druck gerieten.

Goldpreis und Ölpreis liefen in diesem Umfeld als klassische Inflationsschutzinstrumente. Das ist kein Zufall, sondern ein Muster, das sich in der Marktgeschichte immer wieder zeigt: Wenn Papierwährungen an Kaufkraft verlieren, gewinnen physische Güter oft an Wert.

Warum ist das für dich relevant?

Du begegnest dem Thema häufiger, als du denkst. Ob du Nachrichten zur Energiekrise liest, die Entwicklung von Goldpreisen verfolgst oder in einen breit gestreuten ETF investierst, in vielen Fällen spielen Rohstoffe direkt oder indirekt eine Rolle.

Für deine konkreten Handelsentscheidungen bringt das Verständnis dieser Märkte gleich mehrere Vorteile:

  • Portfoliostreuung: Rohstoffpreise korrelieren oft wenig mit Aktien, das senkt dein Gesamtrisiko.
  • Inflationsschutz: In Phasen steigender Preise können Sachwerte wie Gold oder Öl als Puffer wirken.
  • Marktstimmung lesen: Kupferpreise gelten etwa als Frühindikator für die globale Konjunktur. Wer das weiß, erkennt Markttrends früher.

In meinen Webinaren sage ich immer: Du musst kein Spezialist für jeden Markt sein. Aber du solltest wissen, welche Kräfte auf dein Portfolio einwirken. Rohstoffe sind eine davon, und zwar eine mit erheblichem Einfluss.

Dein nächster Schritt

Begriffe kennen ist der Anfang. Märkte lesen ist das Ziel.

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